Home > 10 gute Gründe, die Region Basilicata zu bereisen, „der heimliche Garten Italiens“
Matera Cattedrale
10 gute Gründe, die Region Basilicata zu bereisen, „der heimliche Garten Italiens“

  • – Ein Spaziergang in den Sassi
  • – Ein Sprung ins Meer von Pitagora
  • – Maratea, die Perle des tyrrhenischen Meeres
  • – Eine Tour durch die vier Nationalparks
  • – Carlo Levi: eine literarische Reise
  • – Die Basilicata verleiht Flügel
  • – Auf den Spuren von Friedrich II
  • – Zwischen bewohnten und verlassenen Dörfern
  • – Kulinarische Köstlichkeiten der Region
  • – Die Entdeckung eines großen „Roten“

Ein Spaziergang in den Sassi

Matera ist die Stadt der Sassi, der Felsen und Höhlen – seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Hier kann man wunderbar spazieren gehen, über Treppen und durch kleine Gassen, vorbei an Höhlen, Häusern, die in den Felsen hineingebaut wurden, mit Fresken geschmückten Felsenkirchen und prunkvollen Palästen. Matera wird im Jahr 2019 europäische Kulturhauptstadt sein. Die Stadt bietet den Besuchern viele Möglichkeiten: Museen, wunderbare Spaziergänge in dieser uralten Stadt, die von Kunst und Geschichte durchdrungen ist. Auf keinen Fall sollte man sich den Weg der Felsenkirchen entgehen lassen, es gibt mehr als 150 davon, Zeugen einer uralten Spiritualität, die diese Gemäuer noch heute ausstrahlen. In Matera kann man außerdem die süditalienische Kochkunst genießen – auf der Basis der für die Gegend typischen Gerichte, vor allem gibt es hier ein wunderbares Brot, versehen mit dem IGP-Siegel (garantiert hochwertiges regionales Produkt).

Ein Sprung ins Meer von Pitagora

35 Küstenkilometer mit goldfarbenen Stränden, weite Flächen mit feinem Sand, Landschaften, in denen sich das Auge auf dem blauen Meereshorizont im gleißenden Licht des Mittelmeers verliert. Das sind die Strände der ionischen Küste, die jahrtausendalte Geschichte in sich bergen – hier waren zu Zeiten des antiken Magna Grecia, Großgriechenlands, Helden, Gottheiten, Philosophen und Krieger zuhause. Die Küste ist ein bevorzugter Nistplatz für Schildkröten und es ein idealer Ort für all diejenigen, die sich gerne zwischen Naturschönheiten und Überresten antiker griechischer Kultur entspannen.

Die ionische Küste bietet aber auch den viele Möglichkeiten für die Sportliebhaber: Golf spielen, Segeln, Kanufahren, Tauchen uvm. – im Rahmen der hier vorhandenen Strukturen, die für jeden Urlaubstyp geeignet sind.

Maratea, Perle des tyrrhenischen Meeres

Die Perle des tyrrhenischen Meeres, Maratea, liegt im Golf von Policastro. Maratea ist der ideale Ort für einen Urlaub am Meer. Die schönen Farbkontraste – die Vegetation prangt in intensiven Grüntönen und das Mittelmeer schimmert in unterschiedlichen Blauschattierungen – machen aus diesem Ort eine magische, nahezu paradiesische Ecke. Maratea ist ein idealer Ort für diejenigen, die gerne per Boot kleine Inseln, Buchten und unberührte Strände erkunden. Der kleine pittoreske und stimmungsvolle Touristenhafen von Maratea ist gut ausgestattet und kann auch große Schiffe willkommen heißen.

Man sollte sich nicht den abendlichen Besuch des malerischen Borgos Maratea entgehen lassen, belebte Plätze und schöne Lokale erwarten hier die Besucher. Am höchsten Punkt des Monte San Biagio, der direkt an der Küste von Maratea gelegen ist, steht die Statue von Christus dem Erlöser, sie ist 22 Meter hoch und vom ganzen Golf von Policastro und vielen Punkten der Stadt aus zu sehen.

Eine Tour durch die vier Naturparks

30% der Region Basilicata besteht aus geschützten Flächen, zwei Nationalparks und zwei regionale Parks bieten den Besuchern viele Spazierwege, Sport und andere Aktivitäten an der frischen Luft, sowie auch kulturelle Veranstaltungen. Der Nationalpark von Pollino ist der ausgedehnteste Park Italiens, ein immenses grünes Gebiet mit vielen kleinen, noch bewohnten Borghi, also kleinen Dörfern. Dies ist die richtige Gegend für interessante Exkursionen auf denen man den Pino Loricato bewundern kann, ein jahrtausendalter Baum, der nur hier wächst.

Der Nationalpark vom lukanischen Appennin Val D’Agri Lagonegrese umfasst 29 Dörfer der Region und ist eingebettet zwischen zwei großen Naturschutzgebieten, dem Parco Nazionale del Pollino und den Parco Nazionale del Cilento.

Der Regionalpark von Gallipoli Cognato – die kleinen lukanischen Dolomiten, ist die Gegend wo man die Gipfel der Basilicata-Dolomiten bewundern kann. Hier werden noch uralte Baumriten gefeiert, die sogenannte „Hochzeit der Bäume.“ Und hier kann man von einem Borgo zum anderen per Engelsflug fliegen.

Der historisch-archäologische Naturpark der Felsenkirchen der Gegend um Matera birgt eine gestaltete Landschaft mit über 150 Felsenkirchen – hier wurde der Felsen zur Zuflucht, zum Ort für Gebete, Meditation und Stille. Eine einzigartige Landschaft, ebenso schön wie Matera.

Carlo Levi, eine literarische Reise

Aliano ist ein kleiner Borgo in einer der ungewöhnlichsten, stimmungsvollsten, magischsten und spirituellsten Landschaften der Basilicata. Eine goldene Landschaft, wie der Lehm, den die Jahrhunderte die eigenartigsten und fantasievollsten Formen verliehen haben. Dies ist die raue Landschaft der „Calanchi“, eine Mondlandschaft, wie sie Carlo Levi in seinem Roman „Christus kam nur bis Eboli“ beschrieb. Genau in dieses Dorf, das anfangs abweisend erschien, hat er sich so sehr verliebt, dass er hier begraben werden wollte. Der Literaturpark von Carlo Levi wurde nach seinem Tod ins Leben gerufen, um den Besuch der Orte zu ermöglichen, die dem Autor lieb und teuer waren Er lebte hier 1935 acht Monate lang als Geisel der Faschisten in einem erzwungenen Exils. In der Basilicata gibt es noch mehr Literaturparks, den Isabella Morra gewidmeten in Valsinni und den über Albino Pierro in Tursi.

Die Basilicata verleiht Flügel

Die Basilicata, wo den Emotionen keine Grenzen gesetzt sind, verleiht Flügel. Mit dem Bauch nach unten an ein Stahseil befestigt, das die Gipfel von Castelmezzano und Pietrapertosa verbindet, die als schönste „Borghi d’Italia“, schönste Dörfer Italiens, in den Dolomiten der Basilicata gelten, können Sie die Magie und Geschwindigkeit eines tausend Meter weiten Flugs in 400 Metern Höhe über eine atemberaubende Landschaft erleben.

Und die, die gerne alles teilen, auch die stärksten Emotionen, können in der Basilicata auch zu viert und mit ebenso vielen Flügeln fliegen! Dazu muss man in den kleinen Borgo San Costantino Albanese, an den Hängen des Nationalparks von Pollino gelegen, um die fantastischen Emotionen eines fliegenden Falls zu viert zu erleben – der erfolgt mit einem Deltaplan, das an ein Stahlseil befestigt ist und man erreicht dabei rund 90 Stundenkilometer, Adrenalin und Emotionen bei absoluter Sicherheit sind garantiert!

Auf den Spuren von Friedrich II

Die Vulture sind das Gebiet der Basilicata, wo noch heute die Spuren von Kaiser Friedrich II. sichtbar sind. Dichte Wälder und zwei Seen in den Kratern eines erloschenen Vulkans in Monticchio bestimmen diese Gegend. In der Umgebung kann man das Castello di Lagopesole bewundern, das Jagdschloss des großen Kaisers. An Sommerabenden laden Projektionen an die Innenmauern des Hofes zu einer idealen Zeitreise ein, durch ein Multivisionsspektakel kann die Lebensweise der früheren Zeiten erleben.

Sie können Ihre Reise mit dem Besuch des majestätischen Castello von Melfi fortsetzen, das in der Zeit der Staufer bevorzugte Residenz von Kaiser Friedrich II. war und wo der Kaiser im Jahr 1231 die berühmten Constitutiones Augustales verkündete, auch bekannt als die Melfische Verfassung, die die Normen der neuen feudalen Ordnung festlegte.

Zwischen bewohnten Borghi und Geisterdörfern

Die Basilicata ist eine kleine Region mit großen Erhebungen, tiefen Täler und zahlreichen hochgelegenen Dörfer, die noch heute den Charakter unverwüstlicher Bergdörfer haben. Ein jedes davon ist ein Schmuckkästchen – voll Geschichte, Kunstschätze und Architektur. Ein jedes ist einen Besuch wert! Einige darunter rühmen sich sogar, zu den schönsten „Borghi d’Italia“ zu gehören und tragen dazu bei, die Schönheit des Bel Paese zum Ausdruck zu bringen: Acerenza, Castelmezzano, Guardia Perticara, Pietrapertosa, Venosa, Viggianello. In der Basilicata gibt es auch zwei Geisterdörfer: Orte, die im Lauf der Jahre verlassen wurden und die man heute besuchen kann und dabei Einzigartiges erleben: Versäumen Sie nicht die Gelegenheit, Craco zu besuchen, das nach einem Erdrutsch im Jahr 1969 verlassen wurde und 2010 in die Liste des World Monuments Funds als historisches und kulturelles Denkmal eingetragen wurde sowie Campomaggiore vecchio, das 1700 gemäß utopistischer Theorien gebaut wurde und seit 1885, nach einem Erdrutsch, verlassen ist.

Kulinarische Köstlichkeiten der Region

Die Region Basilicata wird Sie mit ihren einzigartigen Genüssen verführen: in dieser kleinen Region können Sie über die typischen Qualitätsprodukte, versehen mit den den DOP und IGP-Siegeln (beide kennzeichnen regionale Herkunft) die Geschichte und Moderne erschmecken. Hier können Sie die Paprika von Senise kosten, die im August den kleinen Gassen des historischen Zentrums Farbe verleihen, anlässlich der der Paprika-Tage. Die roten Auberginen von Rotonda, die eine ganz eigene orange Farbe haben, mit Spuren von Grün sowie eine ganz weißes Fruchtfleisch und über einen überraschenden Geschmack verfügen können roh oder gekocht gegessen werden, süß oder herzhaft. Außerdem können Sie das Brot aus Matera probieren, den Canestrato-Käse, den Pecorino aus Filiano und die Bohnen aus Sarconi. Die Basilicata ist auch die Region der Lucanica, eine typische Salsiccia (Wurst), die man so essen kann oder als Teil eines köstlichen Gerichts.

Die Entdeckung eines großen Roten

In der Basilicata wird einer der besten Rotweine Italiens angebaut: der Aglianico del Vulture (Doc). Ein Besuch in den Weinkellern, in denen dieser große Rotwein gekeltert wird, ist ein wichtiges Reiseziel der Entdeckungstour durch die Region. Verschiedene Veranstaltungen feiern diesen Wein: das Aglianica-Weinfestival versammelt jährlich in den Palästen und Schlössern der Vulture-Melfi-Gegend die Liebhaber dieses guten Weins. „Cantinando Wine&Art“ findet hingegen im außergewöhnlichen Ambiente des Stadtpark der Weinkeller von Barile und in den stimmungsvollen Weinkellern von Sant’Angelo Le Fratte statt. Der Aglianico wird oft mit typischen Wurst- und Käsesorten verkostet und man kann ihn überall in der Region genießen.